Posted by ex-mailartist on May 30, 1997 at 01:44:50:
In Reply to: Re: der fun-faktor posted by Florian on May 30, 1997 at 01:25:19:
: Nur war dieser Spass vorbei, als man begann, sich selbst zu musealisieren und zu historisieren,
: um der Nachwelt irgendetwas zu erhalten, was ueber den privaten, momentanen Spass
: hinausging. Und was da erhalten wurde (in der monumentalen Mail Art-Bibliographie von John Held,
: in den Buechern von Welch, Perneczky etc.etc.), ist fuer die Nachwelt eher unspannend...
das kann ich kaum beurteilen. habe aus privaten gruenden aufgehoert, fremde briefkaesten zu besteucken.
aber: man kann in seinem archiv wuehlen und DABEI anderen die geschichten erzaehlen, die zu den archivierten
teilen gehoeren. wie ein OPA, der von verblassten ruhmestaten erzaehlt. das wieder ist LUSTIG und UNTERHALTSAM.
: Das Problem bei der Netzliteratur ist aber ein ganz anderes: Dass man naemlich von Anfang
: an mit Theorie an sie heran gegangen ist (von Nelson bis Coover) in der Erwartung,
: hier werde etwas anderes produziert als momentaner Privatspass fuer die Beteiligten. Anderenfalls koennte
: man sich jegliche theoretische Diskussion, auch auf der Hartmoderne, gleich sparen.
es geht ja noch weiter. die euphorie steckte die paedagogen (schulen ans netz) und dir
verschlanker an (computer based training). dass durch das hypertextkonzept nur noch
eine zweite wahl von schrift genutzt werden kann, also diejenige, die verhaeltnisse
verkuerzt und unuebersichtlich darstellt, stoert niemanden.
ALLE HYPERTEXTELEMENTE SIND WIE BILDZEITUNGSARTIKEL kurz flach und stumpf
aber: verteilte hypertextsysteme haben auch grosse vorteile: