Re: intertextuelles schiedsgericht


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Posted by hyperkampf on May 30, 1997 at 02:14:29:

In Reply to: Re: intertextuellen funktionen ??? posted by Florian on May 30, 1997 at 01:54:09:


: ...der aber bloss mit Verbergungsmechanismen operiert (sprich: Im Gegensatz zu einem Theater-
: dialog oder einem Roman ist die naechste Stimme auch optisch entrueckt).
und was haelst du von dem ganzen *COMPUTER als THEATER*:
- desktopmetapher als direktmanipulation von datenstroemen
- interaktion als hand-lung
- spiel-theorie als background des ganzen internet-hypes
- ponton-tv. interface- und vernetzungs-spiele


: Natuerlich kein metaphysisches "Ganzes", sondern eine schlichte, haptische Vorstellung vom
: Volumen der Textmasse, die ja auch eine Bibliothek noch vermittelt. Der "Hypertext"
: simuliert da immer ein bisschen und tut so, als ob er unendlich oder nicht abgeschlossen
: sei. Dabei ist Michael Joyce's "Afternoon" genauso abgeschlossen/nicht abgeschlossen wie
: James Joyce's "Ulysses", nur dass der Leser des Ulysses sich souveraener in der Textmasse
: bewegen kann und weniger der Programmierung des Autoren ausgeliefert ist. Vielleicht
: koennen wir uns auf ein 0:0 fuer beide Medien einigen.
das haptische oder plastische oder bild-liche ist -denke ich - eine frage der kulturtechnik:
links zu visualisieren - eben textuelle landkarten herzustellen eine herausforderung.
(alles natuerlich auch eine frage der *hilfsmittel*: afternoon spielt eben doch noch mit der *allwissenheit* des hT-autors
(z.b. die *verborgene* seite, auf die der leser nicht kommen kann, weil kein link dahin fuert- man findet sie nur, wenn man die *reader-version* im programmeditor (storyspace) laedt und sich selber als autor *aufspielt* ..
arme literaturwissenschaft!

hei&co



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