Ein offensiv ästhetischer Gebrauch von Medienverbundsystemen wird da erschwert, wo eine MEDIEN-KRITIK nur am Output der Medien, d.h. den technischen Bildern selbst ansetzt und so in den Untergangsgesang auf die literale Kultur einstimmt und nicht am produktionsästhetischen Nerv, d.h. an den Schaltungs- und Vernetzungsstrukturen. Auch die übliche Forderung nach sozialer Kontrolle der Sender bzw. sozialem Engagement der Produzenten (der Autor als Agent der Massen) (Wie es in einem historischen Essay zur Medienkritik gefordert wird. Siehe: Hans Magnus Enzensberger, Baukasten zu einer Theorie der Medien in: Kursbuch 20/ 1979, Über Ästhetische Fragen, Frankfurt am Main 1970) löst nicht die INTERFACE-Problematik zwischen Medien und Produzenten. Produktionsweisen aus dem Bereich der Kunst in einen anderen Umgang mit den Kommunikationsmedien einzuschleusen, weist möglicherweise aus dem Dilemma postmoderner Endzeittheorien heraus und läßt einen neuen ästhetischen Produktionsbegriff zu, der sich auf den Oberflächen der neuen Medien abspielt.
Autor Medienintegration Medien-Wechsel Framing