Obwohl immer wieder historische Vergleiche mit Rolle des Buchdrucks als Agent sozialer und kultureller Revolutionen vorgenommen werden, wenn es um den radikalen gesellschaftlichen Umbruch durch die Verbreitung der digitalen Medien geht, scheinen vergleichbare soziale Felder zu fehlen, in denen telematische und hypermediale Verarbeitungsweisen als revolutionäre Informations- und Kommunikationsmedien ihre soziale Wirksamkeit entfalten könnten: Die Medienschaltungen und apparativen Voraussetzungen für einen digital vernetzen Verbund der verschiedensten Medien (Schreiboberflächen, Telefon, Television, Videogeräte ...) sind zwar gegeben, aber - jenseits von pragmatischen Optimierungs- und Rationalisierungsschüben - zeichnen sich kaum breit gestreute Gebrauchsweisen für derartig vernetzte Systeme ab. Obwohl der Hervorbringungsprozeß der utopischen Konzeption für hypertextuelle Wissensorganisation seit dem Ende des 2. Weltkrieges sich kontinuierlich über eine visionäre Phase in den 70er Jahren bis hin zur jetzigen allgemeinen Verfügbarkeit von HypertextProgrammen auf allen Computersystemen entwickelt hat, hat dieser 'Paradigmenwechsel der Informationsverarbeitung' die alltägliche Praxis der meisten Anwender noch wenig verändert. (Graphische Oberflächen und Cyberspace-Fiktionen sind lediglich Ablenkungsmanöver multimedialer Konzerne, die User vom Manipulieren ihrer eigenen Ideenobjekte abzuhalten!)

Virtuelle Teile Auf den Oberflächen Revolution Kulturelle Speicher-Medien Ästhetische Programmierung Zerstreuung von Erzählungen

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