previous next Up Title Contents Index

Export to HTML: Hybride Konfigurationen zwischen Buch und Hypertext


Für literarische Verfahren sind in der Hypertextforschung schon eine Unmenge von Vorformen hypertextueller Produktionsweisen ausgegraben worden.[37] Zu nennen sind zum Beispiel die Überlagerung von `Urtexten', die Ineinanderschichtung von Kommentaren in kanonischen religiösen Texten (Talmud, Bibel, Koran), die Entwicklung von Zitierweisen, Anführungszeichen, Anmerkungsapparaten und intertextueller Monatagetechniken (Benjamins "Passagenwerk"), die rhizomatischen Verknüpfungen in Deleuze/Guattaris Mille Plateaux, und nicht zuletzt die Transformation von Texten über den Hypertext in den Hypertext selbst (Bolter, Landow). Eine genuin hypertextuelle Poetik und Rhetorik gerade auch theoretischer Texte jenseits der Buchkultur steht freilich noch aus.


[37] Vgl. etwa die Verschachtelungen, Umleitungen, Querverweise bei Laurence Sterne, Raymond Roussel oder James Joyce, oder die nicht-linearen Strukturen in experimentellen literarischen Techniken wie denen der visueller Poesie (vgl. hierzu Idensen 1997b). Textausschnitte und Layoutbeispiele zu hypertextuellen Theoriekonfigurationen (vgl Derrida 74, Krapp 96, Krapp 97, McGann 96, Ronell 89) können auf der CD-ROM durchforscht werden unter:
... weitere Materialien zu hypertextuellen Theoriekonfigurationen

.


previous next Up Title Contents Index