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TILMAN BAUMGÄRTEL: Hattest du schon vorher mit der Kunstszene zu tun?


Heiko Idensen: Punk/Copy/Performances

Ende der 70er Jahre kam ich im Umfeld von Punk, Performance- und Copy-Art mit Aktionsformen in Kontakt, die ein radikales Zusammenführen von Alltagskultur und ästhetischer Produktion zum Programm hatten. In der Off-Galerie "Werkstatt Odem" in Hannover fanden neben Konzerten auch Performance-Festivals statt: Es gab dort zum Beispiel ein Aufforderung, zwei Wochen in der Galerie zu wohnen und einfach seine Medien und Materialien mitzubringen, an denen man gerade arbeitet. Ich brachte damals meine Schreibmaschine und schrieb an meiner Magisterarbeit. Die Erfahrungen aus solchen kollaborativen Kunst-Events habe ich immer in meinen späteren Medien- und Netzprojekten wiederzubeleben versucht. Anregungen zur Interaktion hat es natürlich auch schon vorher in der Literatur gegeben, zum Beispiel in Laurence Sternes "Tristam Shandy", wo der Leser aufgefordert wird, in einen leeren Rahmen ein Bild seiner Geliebten zu malen.


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