Sind diese Experimente mit kollaborativen Schreiben beim Publikum
angekommen, oder war das eher was für Computerleute?
Anfangs waren die Computer-Kommunikationsprojekte etwas für die
Computer-Maniacs, aber dadurch, daß wir in Osnabrück eine Zeitung
machten, die auf dem Festival verteilt wurde, kamen auch Leute, die inhaltlich
interessiert waren. Wir hatten einen kritischen Artikel über Jürgen
Clauss veröffentlicht, mit dem Titel "Jürgen Clauss ist der Lou van
Burg der Medienszene." Jürgen Clauss, ein Medienkünstler, lief bei
uns auf, brüllte rum und wollte uns verklagen. Aber eigentlich wollte er
nur wissen, von wem der Artikel war, ob das irgendein relevanter Mensch
geschrieben hatte oder nur irgend ein Student. Danach lief die Festival-Zeitung
als gemeinschaftliches Schreibprojekt dann ziemlich gut. Im Internet ist es
jetzt natürlich viel einfacher, solche Diskursexperimente zu
praktizieren.