Es gibt diesen Spruch über Raser: Ich weiß zwar nicht, wo ich
hinfahre, aber dafür bin ich schneller da. Ein bißchen kommen mir
auch viele Hypertexte so vor: Man hat zwar diese interessanten
Möglichkeiten der Navigation, aber eigentlich liest man den Text gar
nicht, durch den man sich da bewegt.
Bei dem vorhin erwähnten "Afternoon" funktioniert es schon und bei der
"Bibliothek" eigentlich auch. Da haben wir viel mit assoziativen Links
gearbeitet. Das sind natürlich meine Assoziationen, aber es gibt auch
inhaltliche Links, also diese Pfade, mit denen man sich sozusagen quer durch
den Text bewegt und zum Beispiel der Spur "Visualität von Text" folgt.
Genauso ist es bei "Hypertext Hotel" von Robert Coover, wo man der Spur von
"Schlüsseln" folgt, die quer durch alle Zimmer und die Geschichten gehen.
Natürlich kann man immer sagen: Schau dir James Joyce ein, da gibt es das
ja auch schon. Es gibt kaum Hypertexte, wo Form, Inhalt. Programmstruktur und
Userführung auf ideale Weise zusammenfallen. Meist werden ganz bestimmte
Sachen damit erforscht.