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TILMAN BAUMGÄRTEL: Hypertexte nicht "lesbar"?


Es gibt diesen Spruch über Raser: Ich weiß zwar nicht, wo ich hinfahre, aber dafür bin ich schneller da. Ein bißchen kommen mir auch viele Hypertexte so vor: Man hat zwar diese interessanten Möglichkeiten der Navigation, aber eigentlich liest man den Text gar nicht, durch den man sich da bewegt.

Heiko Idensen: Assoziative Links, Blick zurück auf James Joyce

Bei dem vorhin erwähnten "Afternoon" funktioniert es schon und bei der "Bibliothek" eigentlich auch. Da haben wir viel mit assoziativen Links gearbeitet. Das sind natürlich meine Assoziationen, aber es gibt auch inhaltliche Links, also diese Pfade, mit denen man sich sozusagen quer durch den Text bewegt und zum Beispiel der Spur "Visualität von Text" folgt. Genauso ist es bei "Hypertext Hotel" von Robert Coover, wo man der Spur von "Schlüsseln" folgt, die quer durch alle Zimmer und die Geschichten gehen. Natürlich kann man immer sagen: Schau dir James Joyce ein, da gibt es das ja auch schon. Es gibt kaum Hypertexte, wo Form, Inhalt. Programmstruktur und Userführung auf ideale Weise zusammenfallen. Meist werden ganz bestimmte Sachen damit erforscht.


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