In Charles Baudelaires »Blumen des Bösen« agierte der Künstler ganz aus dem Dunkel heraus, »nach grausen speisen lüstern«, sein eigenes Herz siedend und es selbst verzehrend, ein Schattengewächs, sich an den Rändern der Nacht aufhaltend. Die mit fortgeschrittenen Technologien arbeitenden Künstler und Künstlerinnen des ausgehenden 20. Jahrhunderts sind kein lichtscheues Gesindel. Sie sind dem Licht nahe, das auch das Licht der Erkenntnis ist. Sie sind den leuchtenden Monitoren der Programmiermaschinen, der Editing-Studios, der Arbeitsstationen von Macintosh oder Unix ausgesetzt.