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Siegfried Zielinski: Wider eine Psyochpathia medialis

Die Nomaden, die zwischen den Laboratorien mit ihren post-gradualen Studiengängen, mehr oder weniger kurzfristigen Stipendien und begrenzten Ressourcen für Lehraufträge hin- und herreisen, denen es also gelingt, vorübergehend in den Kreativstätten Fuß zu fassen, werden dabei mit Problemen konfrontiert, die ihre künstlerische Arbeit erheblich beeinflussen, ja, in wachsendem zum Bestandteil derselben werden (insofern konstitutiv in das eingehen, was gegenwärtig >Medienkunst< genannt wird):
Sie geraten in einen ständigen Legitimations- respektive Versprachlichungszwang ihrer Produktion, was zum Beispiel denjenigen, die aus der Tradition der Bildenden Kunst oder der Performance kommen, nicht nur eher schwerfällt, sondern ihr Werk zunehmend zu einer hybriden Konstruktion aus Beschreibung, Medientheorie und Medienpraxis werden läßt. Wobei sich die Gewichte zuungunsten der ästhetischen Dimensionen beträchtlich verschoben haben.


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