Die Nomaden, die zwischen den Laboratorien mit ihren post-gradualen
Studiengängen, mehr oder weniger kurzfristigen Stipendien und begrenzten
Ressourcen für Lehraufträge hin- und herreisen, denen es also
gelingt, vorübergehend in den Kreativstätten Fuß zu fassen,
werden dabei mit Problemen konfrontiert, die ihre künstlerische Arbeit
erheblich beeinflussen, ja, in wachsendem zum Bestandteil derselben werden
(insofern konstitutiv in das eingehen, was gegenwärtig >Medienkunst<
genannt wird):
Sie geraten in einen ständigen Legitimations- respektive
Versprachlichungszwang ihrer Produktion, was zum Beispiel denjenigen, die aus
der Tradition der Bildenden Kunst oder der Performance kommen, nicht nur eher
schwerfällt, sondern ihr Werk zunehmend zu einer hybriden Konstruktion aus
Beschreibung, Medientheorie und Medienpraxis werden läßt. Wobei sich
die Gewichte zuungunsten der ästhetischen Dimensionen beträchtlich
verschoben haben.