Der Versprachlichungszwang treibt abenteuerliche Blüten. Die Orientierung am dominanten Techno-Diskurs, die zum Teil notwendig ist, um an das Material und die Sponsoren heranzukommen, läßt die Sprache der Künstler durch den Jargon der Technikaristokratie und ihrer Organe (von Mondo 2000 über die Prospekte und Handbücher der Hard- und Softwareindustrie bis Wired) immer mehr durchsetzt werden. Get wired; interaktiv; on-line, multimedial; und nun auch die idiotischen Metaphoriken eines maroden, dem Kollaps täglich nahen Transport- uned Ökosystems und die Blüten eines Biologismus, der sicher in der Regel als digitaler Darwinismus oder Neo-Darwinismus entpuppt. Will Kunst ihre kritische, auch subversive Funktion bewahren oder gar weiterentwickeln, gehören dazu nicht zuletzt auch eigenwillige und eigenständige literale Ausdrucksformen - und seien sie zunächst auch noch so elitär. wir brauchen viele Kittlers, Krokers, Stones und Künstler, die den Mut zum eigenen Jargon haben, wie zum Beispiel »Knowbotic Research«.