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Victor Burgin: Jennis Zimmer

Zensieren Sie JenniCam?
Nein - Ich weiß nie, wann die Kamera ein Bild aufnimmt. Also habe ich keine Zeit, mich vorzubereiten und ich habe kein Bedürfnis, irgend etwas zu verbergen, was sowieso passiert.
Inszenieren Sie das, was wir sehen?
Gelegentlich mache ich »Shows«, die mehr oder weniger inszeniert sind, [...] Es ist schön, sich ab und zu zur Kamera bekennen zu können. Aber außer diesen ganz offensichtlichen Shows ist alles andere nichts als moi au naturel.
Warum geben sie Ihre Privatheit auf diese Weise auf?
Weil ich nicht das Gefühl habe, meine Privatheit aufzugeben. Nur weil Leute mich sehen können, heißt das für mich nicht, daß es mich berührt. Ich bin trotz alledem immer noch alleine in meinem Zimmer.
Sie sind manchmal nackt, ist das Pornographie?
Das soll der Betrachter entscheiden.
Ist es eine »adult site?«
Nein. Ich bin keinesfalls eine »Professionelle« und da die Kamera sehr selten geiles Material zeigt, bezweifele ich, daß es eine Rolle spielt. Welche Art von adult site würde wohl zu 95% Bilder von bekleideten Frauen zeigen?
Was kann ich erwarten, in der JenniCam zu sehen?
Alles, was ich in meinem Schlafzimmer so mache - Lesen, Emails Schreiben (ich verbringe die allermeiste Zeit online), Fernsehen, mit meinem Igel Spree Spielen, mein Zimmer Umräumen, Aerobics Machen, fast alles. Da mein Schlafzimmer mein »Haus« ist, mache ich hier alles, was jeder andere in seinem ganzen Haus machen würde
Wie kann das umsonst sein? Was ist der Haken? Warum kassieren sie keinen Eintritt wie jeder andere?
Kein Haken. Dies ist etwas, das ich gerne mache, und die Idee, dafür Geld zu nehmen, würde es, so scheint mir, schäbig werden lassen. Es gibt Dutzende von Frauen, die so etwas für Geld machen. Ich mache es, weil es mir Spaß macht [...].[9]


[9] JenniCam Homepage: www.boudoir.org. Im Juni 1997 wurde es zu einer kostenpflichtigen Seite. Jenni schrieb: »Ich hoffe, Sie verstehen, wie sehr ich es hasse, dies zu tun. Ich habe das Gefühl, als würde ich alle fallen lassen. Ich fühle mich wie eine Verräterin. Ich hoffe, Sie glauben mir, wenn ich sage, daß ich, wenn es eine andere Möglichkeit gäbe, sie wahrnehmen würde. Das grundlegende Problem ist, daß wir die Bandweitenkosten ursprünglich auf ungefähr $ 200 im Monat eingeschätzt hatten. Wir dachten, wir könnten den Betrag mit einem Werbekunden abdecken, aber es ist schiefgegangen und nichts hat sich realisiert. Und dann stellte sich heraus, daß unsere monatlichen Koaten auf über $ 1.000 gestiegen waren.«


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