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Bearbeiten/Drucken: Von der Typographie zur Schnittstelle


Während die Typographie im Übergang von der Manuskript- zur Druckkultur[17] zunächst die skripturalen Gesten der Handschrift zu simulieren versuchte, prägten sich die diskursiven Normen der Texterstellung unmittelbar in die Oberfäche der Schriftsysteme ein: alphabetische Verweissysteme, Indexe und Fußnoten werden zu den zentralen Diskurselementen der sich entwicklenden `kritisch-hermeneutischen Interpretationstechnik'. Im Übergang zu elektronischen Diskurstechiken[18] werden die zunächst für die Rezeption wichtigen typographischen Zeichen schließlich zu interaktiven Sprungstellen, die eine Schnittstelle von der Schriftoberfläche zu den - jetzt auch für die Leser sich öffnenden - Programmfunktionen elektronischer Texte herstellen: Buttons, Bedienelemente, Eingabefenster, Links usw.


[17]Wie ein benediktinischer Abt seinen Ordensbrüdern im `Lob der Schreiber' den Gebrauch der Handschrift gegen die aufkommende Kultur des Buchdrucks ans Herz legt, findet sich auf der CD-ROM unter:
Lob der Schreiber

.
[18] Vgl. Warnke 1996; auf der CD-ROM unter:
Warnke, Martin 1996: Digitale Schreibzeuge


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